Ältere mit wenigen Chancen auf neuen Arbeitsplatz (22.08.11)
Wer als älterer Mensch arbeitslos wird, hat wenig Chancen auf eine neue Beschäftigung. Auch die Diskussion um den demografischen Wandel ändert daran bisher kaum etwas, heißt es im neuen Altersübergangsreport des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ). Nötig sind jetzt altersgerechte Bedingungen in den Betrieben und eine Weiterbildungsinitiative gegen den Fachkräftemangel. Der Anteil der neu eingestellten Menschen ab 50 Jahre ist weiterhin erschreckend niedrig - allen Absichtserklärungen rund um den demografischen Wandel und dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel zum Trotz. Zwar stellt diese Gruppe über ein Viertel der Beschäftigten (26 Prozent), doch nur 13 Prozent unter allen neu Eingestellten, so die IAQ Studie. Tatsächlich ist die Zahl der älteren Beschäftigten in absoluten Zahlen gestiegen ist - doch er der Grund dafür sind die nachrückenden geburtenstarken Jahrgänge. Tatsache ist: Bei den über 50-Jährigen geht die Zahl der neu Eingestellten mit jedem Lebensjahr stetig zurück. Die Studie ist ein weiterer Beleg, dass ältere Arbeitslose noch immer extrem schlechte Chancen am Arbeitsmarkt haben. Es kommt darauf an, die Beschäftigten mit guter Arbeit, insbesondere alternsgerechten Bedingungen, möglichst bis zur Altersrente gesund im Betrieb zu halten. Nötig ist eine Aus- und Weiterbildungsinitiative für Ältere, um den tatsächlichen Fachkräftebedarf abdecken zu können, denn: steigende Altersarbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Fachkräftemangel ist keine Alternative, sondern ein Unding.
Der DGB kritisiert die geplante Rente mit 67. Die Bundesregierung betont permanent die Notwendigkeit längerer Lebensarbeitszeiten. Doch statt gezielt die Voraussetzungen zu schaffen, dass Ältere länger im Job bleiben können, passiert das Gegenteil.
Die FDP will Älteren auch noch die Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld kürzen. Wie unsinnig dieser Vorschlag sei, zeigten die Arbeitsmarktzahlen. Wenig Chancen und weniger Geld lautet diese Botschaft im Klartext. |
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