Die Mitglieder sind am Zug (03.03.10)
Überall. In der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst hat sich die Bundestarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am vergangenen Samstag für die Annahme der Schlichterempfehlung ausgesprochen.
Ver.di rechnet den Spruch der Schlichter in ein Volumen von 3,5 Prozent mehr Geld um und ging mit einem Forderungspaket in die Verhandlungen, das etwa einem Anteil von gut 5 Prozent mehr Geld entsprach. Während der Tarifverhandlungen ist es in Würzburg und in Schweinfurt zu Warnstreiks gekommen.
ZurückDie Schlichter sprachen sich für eine Erhöhung der Entgelte um 1,2 Prozent ab dem 1. Januar 2010 aus. Am 1. Januar 2011 sollen die Entgelte um 0,6 Prozent und am 1. August 2011 um weitere 0,5 Prozent erhöht werden. Am 1. Januar 2011 erfolgt eine Einmalzahlung in Höhe von 240 Euro. Weiter ist eine Erhöhung des Leistungsentgelts in vier Schritten vorgesehen: Ab Januar 2010 um jeweils 0,25 Prozent. Diese prozentualen Regelungen gelten auch für die Azubis, die zusätzlich eine Einmalzahlung von 50 Euro erhalten sollen. Darüber hinaus wurden Absprachen zur Altersteilzeit und zur Übernahme der Auszubildenden für 12 Monate vorgeschlagen. Der Würzburger ver.di Bezirksgeschäftsführer Gerald Burkard sagt, dass nun die Mitglieder am Zug sind. Die können sich bis Mitte März in einer Befragung zu dem Ergebnis äußern. Gerald Burkard: „Es ist gut, dass die Mitglieder das jetzt entscheiden können“. Sollten 75 Prozent den Schlichterspruch ablehnen, könnte dies unmittelbar in einen Arbeitskampf führen, erklärt er. „Letztlich sind es die Mitglieder die die Forderungen durchsetzen müssen, daher ist es besonders wichtig, dass viele ver.di Leute bei der Befragung mitmachen.“ |
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