Schweinfurt. „Funk muss sich entschuldigen“
„Ich kann nur hoffen, dass Herr Funk nicht tatsächlich für die gesamte Schweinfurter CSU spricht“, so die spontane Reaktion des zweiten Bevollmächtigten der IG Metall Schweinfurt, Peter Kippes zum Artikel im Schweinfurter Tagblatt zum geplanten Nazi-Aufmarsch.
In einer offiziellen Stellungnahme zeigt sich die IG Metall empört über die „Ausfälle“ von Herrn Funk zum Bündnis für Demokratie und Toleranz „Schweinfurt ist bunt“.
Wenn die CSU tatsächlich ihre Mitarbeit in diesem breiten Bündnis aller gesellschaftlich relevanter Gruppen Schweinfurts verweigere, sei das letztlich die Entscheidung der Partei. Für Kippes grenzt aber die von Funk verwendete Formulierung „Die Linke sei der Wolf im Schafspelz“ an den Tatbestand der Hetze. Für die IG Metall seien Parteien wie „Die Linke“, die gerade in Schweinfurt eine breite Verankerung in der Mitgliedschaft der Gewerkschaften haben, keine „linken Extremisten die nach Aussage von Stefan Funk ebenso bekämpft werden müssten wie die Rechten (Extremisten)“. „Wenn Herr Funk einen Teil unserer Mitglieder in einem Atemzug mit rechtsextremen Gewalttätern nennt bzw. zu deren Bekämpfung aufruft wird dafür definitiv eine Entschuldigung fällig“, so Kippes weiter. Unmittelbar nach Erscheinen des angesprochenen Artikels hätten sich empörte Mitglieder der IG Metall bei Kippes gemeldet.
Die IG Metall werde jedenfalls an ihrer Beteiligung an „Schweinfurt ist bunt“ festhalten. Die Anlage des Bündnisses sei von den gewerkschaftlichen Initiatoren bewusst sehr breit angelegt worden. DGB, IG Metall und die anderen Einzelgewerkschaften wollen zeigen, dass der Widerstand gegen „braune Ideologie“ eine Sache aller Demokraten in der Gesellschaft sei. Wenn, wie jetzt durch Stefan Funk geschehen, die Bürger den Eindruck bekämen es gehe um „parteipolitische Fähnchen“, sei das mehr als bedauerlich und für die Sache insgesamt schädlich. Kippes fordert übrigens die Gewerkschaftsmitglieder, die auch gleichzeitig in der CSU engagiert sind auf, sich von der Position Funks öffentlich zu distanzieren.
Medieninfo der IG Metall Schweinfurt