2. Halbjahr 2010
DGB Ortsverband kritisiert die Staatsregierung (15.07.10)
Bad Kissingen. Der DGB Ortsverband Bad Kissingen hat sich noch einmal in Sachen Schließung des Steigenberger Kurhaushotels mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt.

Gerhard Klamet, der Vorsitzende des DGB Ortsverbandes, verlangt einen Plan zur Sanierung des Gebäudes und keine Schließung. Wenn der Freistaat das ignoriere, sei er auch verantwortlich für eine Schädigung der Kissinger Infrastruktur. Denn von einer Schließung seien nicht nur die Beschäftigten des Steigenberger, sondern auch Zulieferer, Taxifahrer und Einkaufsmärkte, der Juwelier an der Ecke und die kulturelle Einrichtung betroffen.
 
Die Reaktionen von Ministerpräsident Horst Seehofer und anderer Vertreter der Staatsregierung auf die Kundgebung zum Steigenberger hätten ihn auf der ganzen Linie enttäuscht, meint Klamet. Das ist ein Zeichen für eine Politik „gegen die Interessen der abhängig Beschäftigten“.
 
Aus seiner Sicht sei jedenfalls die Hoffnung der Beschäftigten „wie ein Kartenhaus“ zusammengebrochen, als der zuständige Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer vor Ort die Schließung noch einmal begründet habe.
 
In Bezug auf den versprochenen Sozialplan erneuerte Klamet die bereits bei der Kundgebung geäußerte Kritik. So ein „Sozialplan, voll zu versteuernde Abfindungen und Transfergesellschaften“ milderten zwar Härten. „Echte Perspektiven bieten sich für die Beschäftigten des Steigenberger aber nicht.“
 
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