Unser Kollege Rolf Preising ist am 17. Juni gestorben und wurde am 25. Juni In Bad Kissingen beigesetzt. Er war der erste, der mit der Fritz- Soldmann- Urkunde ausgezeichnet wurde. Ein Gewerkschafter mit Leib und Seele, von 1978 bis 1993 Vorsitzender des DGB Bad Kissingen.

Rolf Preising (links), gebürtiger Schwabe, war am 12. Dezember 1924 im Baden- württembergischen Möcklingen geboren, erlernte in seiner Heimatstadt das Kfz- Handwerk und arbeitete anschließend in der Metallindustrie. Dort trat er in die IG Metall ein und wurde von seinen Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsrat gewählt. 1960 kam er als Obermaschinenmeister zur damals neu gegründeten Kurklinik der LVA Württemberg nach Bad Kissingen. Auch hier gewann er als Personalratsvorsitzender bald das Vertrauen seiner Kolleginnen und Kollegen. Sechs Jahre lang, von 1978 bis 1984, war er als DGB- Vertreter im Berufsschulbeirat. 15 Jahre führte er ehrenamtlich den DGB Bad Kissingen und baute die gewerkschaftlichen Strukturen aus. Organisierte 01. Mai Kundgebungen, gewerkschaftliche Aktionen, Fahrten und half tag täglich Menschen, die seine Hilfe brauchten. Ein Höhepunkt seiner DGB- Zeit war sicherlich die Festveranstaltung zum 75jährigen bestehen des DGB Ortskartells Bad Kissingen im Jahre 1984, das Jahr seiner Pensionierung. In diesem Jahr feiert der DGB Bad Kissingen sein 100jähriges Jubiläum. Schade, dass Rolf dies nicht mehr erleben durfte. Er starb 84jährig nach langer, schwerer Krankheit.
In Anerkennung seines Lebenswerks verlieh im die DGB Region Main- Rhön/ Schweinfurt ihre höchste Auszeichnung, am 03. März 2005 in Bad Kissingen die Fritz- Soldmann- Urkunde. Regionsvorsitzender Frank Firsching sagte in seiner Abschiedsrede vor der Urnenbeisetzung „die Lebensleistung von Rolf Preising ist uns Vorbild“.