2. Halbjahr 2008
Mittagspausenaktion in Bad Kissingen (17.11.2008)
Zum 11. Mal versammelten sich in Bad Kissingen rund 100 Beschäftigte der Telekom vor dem Telekomgebäude um gegen die geplante Schließung des Call-Centers zu protestieren.
Klaus Ernst, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Bundestag und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt prangerte in seiner von heftigem Beifall unterbrochenen Rede das unverantwortliche Handeln der Telekomführungsspitze an. Ebenfalls hart ins Gericht ging er mit dem Verhalten der Bundesregierung, die sich nicht ins operative Geschäft der Telekom einmischen wolle. Neben den Solidaritätsgrüßen
seiner Fraktion, unterstrich er auch die örtliche Unterstützung der IG Metall.

Betriebsseelsorger Peter Hartlaub aus Schweinfurt überbrachte die solidarischen Grüße der Belegschaft der Fa. Schlecker, deren Betriebsversammlung er vorher besuchte, sowie der katholischen Arbeitnehmerbewegung. Im Mittelpunkt seiner Rede stand der Umgang des Vorstands mit den Beschäftigten. Nach außen hin Verständnis heuchelnd, verhält sich der Vorstand den Beschäftigten und Betriebsräten gegenüber eiskalt.
In Vertretung des erstmals verhinderten Oberbürgermeisters der Stadt Bad Kissingen, Kay Blankenburg nahm Justitiar Dr. Matthias Schneider teil und unterstrich damit, dass die Stadt Bad Kissingen gemeinsam mit den Beschäftigten der Telekom um die Arbeitsplätze in Bad Kissingen kämpft.
Neben der örtlichen Presse und dem regionalen Fernsehen war auch eine Journalistin der Süddeutschen Zeitung vor Ort, die eine Reportage über die Arbeit der Betriebsseelsorge schreibt, und so einen direkten Eindruck von den Sorgen der Betroffenen, aber auch vom ungebrochenen Kampfeswillen erhielt.

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