IG Metall triumphiert bei vorgezogener SKF- Betriebsratswahl (09.12.09)
Schweinfurt. IG Metall Vertrauenskörperleiter Bernd Keil, Betriebsratsvorsitzender Norbert Völkl und ihre Mannschaft siegen mit rekordverdächtigen 87,5% der abgegeben Stimmen bei der SKF- Betriebswahl. Der CGM erhält magere 7,2% und die „Echte alternative Liste (EL)“ um den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Steffen Lang wird mit 5,3% abgestraft.
Gegen 22.00 Uhr steht das amtliche Wahlergebnis fast. Etwa 150 Kandidaten und interessierte Betriebsangehörige, unter ihnen der 2. IGM Bevollmächtigte Peter Kippes und DGB Regionsvorsitzender Frank Firsching, verfolgen die Auszählung, deren Resultat Wahlleiter Stefan Haberbusch unter großen Jubel der Metaller bekannt gibt. Die Vorgeschichte dieser vorgezogenen Wahl ist schnell erzählt. Steffen Lang, Sohn des legendären Betriebsratsvorsitzenden Ernst Lang kündigte vor einigen Wochen an mit einer eigenen Liste der „EL“ bei der Betriebsratswahl im Frühjahr 2010 anzutreten, weil er mit den internen demokratischen Gepflogenheiten unzufrieden sei. Aufgrund der schwierigen Lage in einigen Betriebsteilen fackelte der Betriebsrat nicht lange. Trat zurück um nicht im Dauerwahlkampf bis ins Frühjahr gegenüber der Geschäftsführung handlungsunfähig zu sein. Setzte kurzerhand den 09.12. als Wahldatum fest und ließ die Belegschaft entscheiden, zu wem sie Vertrauen in rauen Zeiten hat. Das demokratische Votum der Beschäftigten liest sich auch in realen Bis zum IG Metall Vorstand in Frankfurt wurde das Ergebnis noch am selben Abend weitergereicht. Lissy Kuhn, SKF Betriebsräten und Vorstandsmitglied der IG Metall, sagte: „Da wird sich der Berthold (Huber) freuen. Er hat mich noch gestern in der Vorstandssitzung nach dem Stand der Dinge gefragt. Antwortete: Ich habe ein gutes Gefühl.“ Das wichtigste aus Sicht der SKF- Belegschaft: Sie hat sich einen starken, handlungsfähigen Betriebsrat gewählt, der auch nötig ist in dieser Zeit. Damit hat sie wohl „alles richtig gemacht“. |
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