Bündnis gegen Naziaufmarsch gegründet (18.02.10)
Würzburg: Donnerstagabend, volles Haus in der Würzburger Kickers- Gaststätte. Rund siebzig Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Organisationen und Parteien aus der Stadt waren einer Einladung des DGB gefolgt, um sich in einem Bündnis gegen den angemeldeten Naziaufmarsch am 1. Mai zusammen zu finden. „Würzburg ist bunt, nicht braun - Gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Würzburg!“,
heißt das Motto auf das sich die Teilnehmer für das Bündnis einigten. In einer Bündnisgrundlage wurde vereinbart, worum es den beteiligten Gruppen geht, der Text im Wortlaut:
ZurückWürzburg ist bunt, nicht braun! Gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Würzburg Das sogenannte „Freie Netz Süd“ hat für den 01. Mai 2010 in Würzburg einen Aufzug angemeldet. Beim „Freien Netz Süd“ handelt es sich um Akteure der militanten Das Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai ist sich darüber einig, dass der 1. Mai 2010 in Würzburg gemeinsam als internationaler Maifeiertag und als Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, zu sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde friedlich begangen wird. Es ist der Tag, an dem gute Arbeit, gerechte Löhne und einen starker Sozialstaat im Mittelpunkt stehen. Das Bündnis ist sich darüber einig, dass Rechtsextremismus in Würzburg keine Chance haben darf. Rassismus, Ausländerhass, Gewalt und die Verfolgung von Minderheiten sind mit den Werten einer aufgeklärten Gesellschaft nicht vereinbar. Das Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai sieht es als seine Verpflichtung an, solidarisch Maßnahmen in die Wege zu leiten, um alten und neuen Nazis am 1. Mai in Würzburg eine klare Absage zu erteilen. Nach der Verabschiedung der Bündnisgrundlage wurde eine Vorbereitungsgruppe aus dreizehn Personen installiert, die ihre Verbände oder Organisationen im Bündnis vertreten. Beteiligt sind: DGB, Bündnis für Zivilcourage, Ausländerbeirat, Frauenverbände, Piratenpartei Unterfranken, DIE LINKE, Liberale, VVN-BdA, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Diakonisches Werk, Katholisches Dekanat und Ökopax. Ein erstes Treffen der Gruppe wurde für Dienstag, den 09. März 2010 in den Räumen des DGB in Würzburg verabredet. Beginn ist um 19.30 Uhr. Bis dahin wird der DGB weitere Vorarbeit leisten. Folgende Gruppen nahmen an der Bündnisgründung teil: DGB, Ausländerbeirat, Bündnis für Zivilcourage, Würzburger Frauenbündnis, KdA Unterfranken, Arbeitnehmerbeauftragter des evangelischen Dekanats, DIE LINKE, Einige wenige Gruppen müssen sich formal noch die Bestätigung in den Gremien ihrer jeweiligen Organisation einholen. Zu Mitarbeit haben sich vor dem Termin bereits weitere Gruppen bereiterklärt. Darunter zum Beispiel der Arbeiter Samariter Bund. Es ist der Wille des Bündnisses weiter zu wachsen. Dazu können Verbände und Parteien sich beim DGB in Würzburg melden. Für den DGB freute sich Frank Firsching zum Abschluss über die große Resonanz der Bündnisgründung und zeigte sich optimistisch: „Nach diesem Auftakt mit der breiten Beteiligung bin ich mir sicher, dass es uns gemeinsam gelingen wird in Würzburg am 1. Mai klarzustellen: Würzburg ist bunt, nicht braun!“ |
|
