Orts- und Kreisverbandstagung der DGB Region (26.06.10)
Schweinfurt. Die Orts- und Kreisverbände der DGB Region schlagen für den Herbst eine Tagung der bayerischen DGB Kreisverbände vor. Hier soll hauptsächlich über die neue Arbeitsrichtlinie für die Kreisverbände beraten werden.
Weiteres Ergebnis des Treffens, an dem sich am vergangen Samstag Vertreter aus acht örtlichen Gliederungen der DGB Region beteiligten, ist ein Resolutionstext. Darin werden hinreichend Zeit und die Gelegenheit zur Mitgestaltung der neuen Kreisverbandsrichtlinie als unentbehrlich benannt. Regionsvorsitzender Frank Firsching stellte zu Beginn die aktuelle DGB Satzung vor. Insbesondere ging er auf die Ausführungen des Paragrafen 12 ein. Dort sind die Kreisverbände als eigenständige DGB Ebene beschrieben. Die Rechte und Pflichten der Kreisverbände werden nicht in der Satzung, sondern in einer Richtlinie beschrieben. Frank Firsching: „Bei der Gestaltung dieser Richtlinie müssen die Kreisverbände ein Wort mitreden, damit die Richtschnur auch praxistauglich wird“. Was aus Sicht der Orts- und Kreisverbände zu einer erfolgreichen Arbeit gehört, war Thema in Arbeitsgruppen. Wichtiges Ergebnis: Die Kolleginnen und Kollegen werden sich auch zukünftig in die Tagespolitik aktiv einmischen. „Wir beabsichtigen, die politische Stimme der Gewerkschaften vor Ort zu bleiben“, war der Standpunkt. Die DGB Kreisverbände in der Region wollen in Netzwerken arbeiten, den Erfahrungsaustausch organisieren, sich in den Medien zu Wort melden, branchenübergreifend Kolleginnen und Kollegen miteinander verbinden und eigene politische Kampagnen organisieren.Nach einer Pause beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Frage, welche Voraussetzungen nötig sind, um eine gute Gewerkschaftsarbeit auf der örtlichen Ebene zu
garantieren. Wichtigstes Ergebnis: „Die Arbeit soll offener gestaltet werden – wer an DGB Arbeit interessiert ist, der muss mitmachen dürfen“, hieß es. In den Regionen bleibt es Aufgabe den Austausch der Kreisverbände zu organisieren, „um so den regionalen Kontakt zu halten“. Ein weiteres Fazit: Die Vorstände in den Kreisen sollen wie bisher gewählt werden und die Finanzausstattung anteilsmäßig dem entsprechen, was in den Regionen derzeit an Mitteln zur Verfügung steht.Rund vier Stunden dauerte die Tagung der Orts- und Kreisverbände der DGB Region Schweinfurt-Würzburg. Satzungs- und Strukturfragen sind im Grunde ein eher trockenes Thema sollte man meinen. Nicht so am Samstag in Schweinfurt. In sehr lebendigen Gesprächen wurde eines klar: Strukturfragen haben einen wichtigen Einfluss auf die Bereitschaft sich ehrenamtlich im DGB zu engagieren. Daher gilt es jetzt einen Rahmen zu schaffen, in dem gewerkschaftspolitisches Engagement ohne Einschränkungen ermöglicht wird. |
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