DGB-Jugend Nordbayern veröffentlicht Studie zu „Ausbildungsbedingungen und Ausbildungsqualität“ in Nordbayern (25.10.11)
Im September hat in Bayern das neue Ausbildungsjahr begonnen. Junge Erwachsene legen mit Beginn der Ausbildung den Grundstein für das spätere Berufsleben und machen erste Schritte zur Unabhängigkeit von den Eltern und Erziehungsberechtigen.
Eine gute Ausbildung schafft eine sichere Basis für den Einstieg in das spätere Berufsleben. Junge Menschen erleben prägende Erfahrungen, nicht nur in der Schule oder in den Familien, sondern auch im Betrieb.
Den Ausbildungsbetrieben kommt somit eine verantwortungsvolle Rolle zu. Daher hat die DGB-Jugend Nordbayern das Thema Ausbildungsqualität und Ausbildungsbedingungen auf die Agenda gesetzt und mehr als 650 Fragebögen, die von jungen Auszubildenden ausgefüllt wurden, ausgewertet. Die Auswertung verfolgt keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern zeigt Tendenzen auf, die im Rahmen der Ausbildung besonders zu berücksichtigen sind.
Ausbildende Betriebe erhalten junge und motivierte Menschen, die sie zu Fachkräften ausbilden und an ihr Unternehmen binden können. Arbeitgeber sind auf junge, gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, was eine Grundvoraussetzung für einen intakten Arbeitsmarkt und die Zukunftssicherheit von Unternehmen ist.
Arbeitgeberverbände propagieren das Schreckgespenst des „Fachkräftemangels“. Die DGB-Jugend macht deutlich, dass von einem flächendeckenden Fachkräftemangel nicht die Rede sein kann. Das Schreckgespenst „Fachkräftemangel“ verkürzt die Diskussion über eine qualitativ hochwertige Ausbildung. Fachkräfteengpässe sind hausgemachte Probleme, denen schon frühzeitig mit unterschiedlichen Maßnahmen begegnet werden muss. Wer die Fachkräftebasis von morgen sichern will, muss bei den Jüngsten beginnen. Unabhängig von Status oder Herkunft müssen alle Kinder die Möglichkeit erhalten, sich zu entfalten und einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen.
Mehr junge Menschen brauchen sichere Arbeitsplätze und somit Perspektiven in ihrem Beruf. Es müssen mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden, um endlich ein auswahlfähiges Angebot für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu realisieren. Schon seit 1980 existiert das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das ein Angebot von 112,5 Stellen für 100 Bewerber fordert.
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