DGB Jugend
„Nicht alles ist Gold, was glänzt - Ein auswahlfähiges Angebot ist in der Region noch lange nicht erreicht!“ (11.11.11)
„Die jüngst von der Agentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen zum Ausbildungsstellenmarkt sind kein Grund in Jubel auszubrechen“ resümiert Björn Wortmann, DGB-Jugendsekretär Nordbayern.
 
Es ist richtig, dass sich die Zahlen der gemeldeten Stellen und der Bewerber annähern. Trotzdem klafft in der Region immer noch eine rechnerische Lücke von 172 fehlenden Stellen. Auf 100 Bewerber kommen 96 Stellen. Das Bundesverfassungsgerichtsurteil von 1980 fordert für 100 Bewerber ein Stellenangebot von 112,5 Stellen. „Wir sind immer noch weit von einem auswahlfähigen Angebot entfernt. Es fehlen nicht nur 172, sondern über 600 Stellen in der Region Würzburg“, meint Wortmann.
In Würzburg sind von 3976 Bewerbern nur 60% in eine Ausbildung gemündet. 569 Bewerber sind in eine schulische Weiterqualifizierung gegangen. Viele darunter befinden sich in Warteschleifen wie Praktikum oder Berufsvorbereitendem Jahr. Zudem haben 390 junge Menschen keine Ausbildungsstelle gefunden.
Demgegenüber klagen viele Unternehmen, dass sie keine geeigneten Bewerber gefunden hätten.
„Die jüngst veröffentlichte Studie der DGB-Jugend Nordbayern hat deutlich aufgezeigt, wie Ausbildungsqualität und –bedingungen in der Region sind. Eine gute Ausbildung kennzeichnet Übernahmeperspektiven im Beruf, geregelte Arbeitszeiten, eine gute Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten aus“, sagt Wortmann. „Wenn dies ein Arbeitgeber bietet, dann hat er auch keine Probleme, seine Stellen zu besetzen“.

Pressemeldung zum Download
Zurück