DGB Jugend
IG Metall-Jugendvertreter Daniel Friedrich im Bayrischen Rundfunk (11.02.10)
Daniel Friedrich, Jugendvertreter und Vorsitzender des Ortsjugendausschusses der IG Metall Schweinfurt, war am Mittwoch (10.Februar) zu Gast im Bayrischen Rundfunk.

Hintergrund: Der Jugendsender Südwild-on-3 machte für ein paar Tage mit seinem Sendebus Halt in Schweinfurt, um über den geplanten Nazi-Aufmarsch am 1. Mai und den Widerstand der Schweinfurter Bürgerinnen und Bürger zu berichten. Aus diesem Anlass wurde Daniel Friedrich von der IG Metall-Jugend in die Sendung eingeladen.

 Zentral war die Frage, was junge Menschen tun können, wenn Nazis durch ihre Straßen marschieren. Friedrich, der gerade von der Kundgebung mit fast zehntausend Teilnehmern in Bad Neustadt zur Rettung des Siemensstandortes gekommen war, verwies darauf, dass es kein Zufall sei, dass die Nazis ausgerechnet nach Schweinfurt kämen. Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise seien überall spürbar. Faschistische Netzwerke und Bündnisse würden systematisch versuchen, mit rassistischen Sprüchen Antworten auf die Krise zu geben. Ihr Ziel sei es, verstärkt in die Schichten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzubrechen.


Vor diesem Hintergrund verwies Friedrich darauf, dass sich am Montagabend (08. Februar) in Schweinfurt ein riesiges Bündnis mit mehr als neunzig Teilnehmern aus über vierzig Organisationen gegründet hatte, um zu zeigen, dass Schweinfurt bunt, und nicht braun und faschistische Aufmärsche hier unerwünscht seien.

In einem zweiten Beitrag ging es noch einmal um das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Berechnung der Hartz IV-Regelsätze. Friedrich unterstrich die Richtigkeit der Entscheidung. Insbesondere für Jugendliche sei Hartz IV eine Katastrophe, weil das Geld weder für die Teilnahme an einem Schulausflug noch für Nachhilfe reiche, von Kino, Disko oder Schwimmbad ganz zu schweigen. Jugendliche im Hartz IV-Bezug hätten dadurch keine Chance, aus ihrer Armut herauszukommen. Friedrich bekräftigte die Positionen des DGB, Hartz IV abzuschaffen und den Mindestlohn einzuführen.

 Diashow
Zurück