DGB-Jugend mobilisiert am 1. Mai gegen Nazi-Aufmarsch (09.03.10)
Schweinfurt: In einer gemeinsamen Sitzung am Dienstag (09. März) sprachen sich die nordbayrischen Jugendsekretäre der IG Metall-Jugend, der IG BCE-Jugend, der IG BAU-Jugend, der Ver.di-Jugend und der Jungen GEW für eine breite Mobilisierung der Gewerkschaftsjugend zum 1. Mai aus.

Hintergrund ist der geplante Nazi-Aufmarsch in Schweinfurt und Würzburg. Die DGB-Jugend betrachtet es als eine Provokation, dass ausgerechnet Faschisten den 1. Mai zu ihrer Geschichte machen wollen. Der 1. Mai ist Teil der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung. Er entstand im Kampf für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und insbesondere in der Auseinandersetzung um den Acht-Stunden-Tag. Faschisten haben mit dieser Tradition nichts zu tun. Im April 1933 erklärte Hitler den 1. Mai zum „Feiertag der nationalen Arbeit“. Bereits am 2. Mai ließ er die Gewerkschaftshäuser stürmen, hunderttausende Gewerkschafter verhaften und das Vermögen beschlagnahmen. Das führte zur vollständigen Zerschlagung der Gewerkschaften.
Die nordbayrische Gewerkschaftsjugend wird deshalb möglichst viele Kolleginnen und Kollegen nach Würzburg und Schweinfurt mobilisieren, um den geplanten Nazi-Aufmarsch mit kreativen Aktionen zu verhindern.
Diashow