Bündnis „Arbeiterjugend gegen Rechts“ gegründet (22.03.10)
Aus aktuellem Anlass hat sich am Dienstag (16. März) in Schweinfurt ein Jugendbündnis gegen Rechts gegründet. Hintergrund ist der geplante Nazi-Aufmarsch am 1. Mai. Eingeladen hatte die DGB-Jugend. Mit dabei sind außerdem die Jusos, das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, die SDAJ und die Linksjugend [solid].
DGB-Jugendsekretärin Ulrike Eifler erklärte, dass zur Bündnisgründung die klassischen Arbeiterjugendverbände eingeladen wurden. Hintergrund sei die zunehmend „sozialdemagogische Rhetorik“ von NPD und so genannten „Freien Kräften“. „Sie versuchen, die soziale Verunsicherung vieler Menschen und die Angst vor Arbeitslosigkeit aufzugreifen und Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund dafür verantwortlich zu machen“, erklärte Eifler. „Aus der Geschichte aber wissen wir, dass Faschismus die Zerschlagung der Arbeiterbewegung ist und die NSDAP keine Partei für Arbeitnehmer war“. Um dem argumentativ etwas entgegen zu setzen, habe sich die DGB-Jugend gezielt an die Arbeiterjugendverbände gewandt.
ZurückDoris Aschenbrenner, Vorsitzende der Jusos Unterfranken, erklärte, dass es nicht nur um den 1. Mai ginge. „Natürlich war der 1. Mai der aktuelle Anlass für die Bündnisgründung“, so Aschenbrenner. „Doch wir wollen auch über den 1. Mai hinaus, kontinuierlich gegen rechts arbeiten“. Dazu gehörten gemeinsame Aktionen, Konzerte, Publikationen und Bildungsveranstaltungen. „Und natürlich geht es auch darum, Netzwerke aufzubauen, um bei künftigen Nazi-Aufmärschen schneller reagieren zu können.“ Mit gemeinsamen Aktionen wolle das Bündnis vor allem in den nächsten Wochen in die Öffentlichkeit treten und junge Menschen dafür gewinnen, sich an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch zu beteiligen. Aschenbrenner und Eifler betonten, dass das Bündnis keine geschlossene Veranstaltung sei und interessierte Verbände zur Mitarbeit eingeladen seien.
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