Oberbürgermeister, Dekan, KZ- Überlebender, DGB- Chef und die Integrationsbeiratsvorsitzende sprechen (08.04.10)
Die Rednerliste für die Kundgebung „Schweinfurt ist bunt, nicht braun“ am 01. Mai ab 11.30 Uhr am Zeughaus steht. Für die Stadt Schweinfurt wird der neue Oberbürgermeister Sebastian Remelé an seinem ersten Arbeitstag die Position der Stadt zum Neonaziaufmarsch kundtun.
Den Reigen der Redner eröffnet der KZ- Überlebende Ernst Grube. Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter Clementine war Jüdin, sein Vater evangelisch und Kommunist. Nach Jahren des Terrors und der Ausgrenzung gegen die Familie, wurde Grube zwölfjährig mit seiner Mutter und seinen Geschwistern ins KZ Theresienstadt deportiert. Die Familie überlebt, weil die Soldaten der roten Armee am 8. Mai 1945 die Insassen des KZ Theresienstadt befreien. Ihm folgt Ayfer Fuchs, die Vorsitzende des Integrationsbeirats der Stadt Schweinfurt. Fuchs wird den Nazi- Aufmarsch aus Sicht der Schweinfurter Immigranten beleuchten. Ihr folgt OB Remelé. Anschließend wird der evangelische Dekan Oliver Bruckmann für die christlichen Kirchen Schweinfurts sprechen. Den Abschluss macht der DGB Regionsvorsitzende Frank Firsching, der für die Gewerkschaften reden wird. In Mittelpunkt seines Beitrags wird die Verkehrung der Bedeutung des 1.Mai durch Neonazis stehen. Die Redebeiträge werden Umfänge von jeweils etwa 15 Minuten haben und sollen auch die Breite des gesellschaftlichen Bündnisses widerspiegeln. „Wir haben uns darauf verständigt vorwiegend Schweinfurter reden zu lassen, weil es unsere Stadt ist, die mit der braunen, menschenverachtenden Ideologie konfrontiert wird.“, so Frank Firsching. Unter www.schweinfurt-ist-bunt.de können sich weiterhin Bürgerinnen und Bürger als Unterstützer des Bündnisses eintragen. Wir bitten davon rege Gebrauch zu machen. Die Homepage dient auch als Informationsplatteform. |
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