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Endspurt der DGB Unterschriftensammlung für Siemens- Belegschaft (16.04.10)
DGB Regionsvorsitzender Frank Firsching läutet den Endspurt der Unterschriftensammlung „Die Rhön steht auf- Siemensianer wehren sich“ ein: „Es sind noch 10 Tage bis zum Ende unserer Unterschriftensammlung für den Erhalt aller Arbeitsplätze bei Siemens in Bad Neustadt. Wir bitte alle Sammler die letzten Tage zu nutzen, damit wir unserem hochgesteckten Ziel von 50 000 Unterschriften möglichst nahe kommen.“

Nach DGB Angaben seien schon über 30 000 Unterschriften eingereicht worden. Alleine die Siemens- Belegschaft habe etwa 20 000 Unterschriften gesammelt. Firsching geht davon aus, dass noch einige tausend Unterschriften im Umlauf sind und bittet um Zusendung derselben bis zum 25. April. An die richtige Stelle kommen die Unterschriften, wenn sie an die DGB Region Schweinfurt- Würzburg, Wilhelm- Leuschner Straße 2, 97421 Schweinfurt oder an die IG Metall Schweinfurt, Manggasse 7- 9, 97421 Schweinfurt adressiert werden. Zudem ist es möglich die Listen beim Siemens- Betriebsrat in Bad Neustadt abzugeben.

Der DGB Regionschef begrüßt die einstimmige Entscheidung des bayerischen Landtages, die Staatsregierung aufzufordern, sich deutlicher für den Arbeitsplatzerhalt in der Rhön einzusetzen: „Es ist die Nagelprobe für die Gestaltungsfähigkeit von Wirtschaftsminister Zeil, Ministerpräsident Seehofer und die Staatsregierung insgesamt. Sind sie in der Lage einen Konzern in die regionale Verantwortung zu nehmen, oder sind sie es nicht?“ Gesellschaftlich gehe es insbesondere um die Frage ob ein Konzern in diesem Land wegen Renditeinteressen ohne jegliche Rücksicht auf eine Region machen könne, wonach ihm gerade ist. Oder ob der im Grundgesetzt verankerte Wert „Eigentum verpflichtet“ in einer sozialen Marktwirtschaft durchsetzbar sei.

Unabhängig der Bemühungen der Staatsregierung kündigt Firsching an, IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft werden nicht locker lassen. Es gehe um das Wohl einer ganzen Region, die auf die industriellen Arbeitsplätze bei Siemens angewiesen sei. Der Regionsvorsitzende lobt die solidarische Bündnisbewegung über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg. Die Rhön werde in dieser Auseinandersetzung zu einem Vorbild für die gesamte Republik.

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