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Bündnis rührt die Werbetrommel (20.04.10)
Das Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai tritt in die heiße Mobilisierungsphase ein, um die Bevölkerung über die Gegenmaßnahmen zu informieren. Laut DGB Regionsvorsitzenden Frank Firsching bestehen zum Teil noch erhebliche Informationsdefizite: „Wir bemerken in vielen Gesprächen, dass die Bürger entweder noch gar nicht wissen, dass Nazis am 1. Mai nach Schweinfurt kommen wollen, oder glauben, der Aufmarsch würde wegen des Verbotes der Stadt nicht stattfinden."


Um die Bevölkerung zu informieren wird das Bündnis in den letzten 10 tagen nochmals kräftig aktiv. Am Freitag, den 23. April und Samstag, den 24. April organisieren die Bündnispartner IG Metall, Integrationsbeirat, SPD, Grüne, LINKE und das DFG- Büro mehrere Info- Stände. Dort werden einige der 50 000 DIN A5 Flyer an die Passanten verteilt. Über 40 000 Flyer wurden über die Mitgliedsorganisationen des Bündnisses weitergegeben. Außerdem werden Schweinfurter Geschäfte und die Gastronomie gebeten, dort A3 Plakate aufhängen zu dürfen. Erste Gespräche verliefen äußerst unterschiedlich, so Firsching: „Inhaber geführte Geschäfte, wie beispielsweise Apotheken oder Döner- Imbisse sind meist sofort bereit die Plakate aufzuhängen. Filialen von Ketten dagegen verweisen häufig auf Anordnungen, die ihnen untersagen, Plakatwerbung im Geschäft zu dulden.“
Diese „Kopf- in- den- Sand- Mentalität“, so der DGB Regionschef, sei deplatziert und kontraproduktiv. Die gesamte Stadt sei gefragt für Demokratie und Toleranz einzustehen.
Inzwischen ist das Bündnis auf 64 Gruppen angewachsen. Zudem trugen sich aktuell etwa 650 Bürgerinnen und Bürger als persönliche Unterstützer auf der Homepage www.schweinfurt-ist-bunt.de  ein, was bis zum 1.Mai möglich ist.

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